Dienstag, 14. September 2010

Letzer Post... :*(

Hey,
nun da meine Zeit in Chile und Ecuador vorbei ist und, wie ihr seht, ich den Blog ja nicht mehr wirklich geführt habe, habe ich mich entschlossen hier einen letzten Post zu schreiben und den Blog dann verrotten zu lassen ;)
Ich bin nun seid ungefähr 6 Wochen wieder in Deutschland und ich die Zeit bis hierhin war ziemlich busy. Ich war mit meiner Familie ein Wochenende weg, 2 Wochen in Holland auf der GoConference von OM als Volounteer, Freunde besucht, mit Lautstark unterwegs, eine Woche auf dem Re-Entry Seminar in Mosbach, und, und, und... wie ihr seht war es mir nie langweilig - na gut.. das ist gelogen. Die paar Tage, wo ich dann frei hatte und ich nicht wirklich was machen konnte waren dann schon ein bisschen langweilig ;) Aber nur so lange wie ich mich dann endlich an die ganze Uni-Geschichte dran setzten musste. Das ganze lief nicht so wie geplant... das heißt, dass die Unis alle quer durcheinander Deadlines haben. Die eine hatte noch nicht mal geantwortet, da wollten die bei der anderen schon eine Einschreibung und Geld von mir sehen. Das ganze war etwas blöd... Das Ende vom Lied ist, dass ich im Nachrückverfahren in Darmstadt an die TU gekommen bin - nice! Dort werde ich jetzt ab Oktober Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik studieren - auch nice!
So wird es jetzt weitergehen...
Das letzte Jahr war für mich der Hammer!!! Ich habe Gott auf eine ganz andere Art und Weise kennengelernt, bin gewachsen und erwachsener geworden, habe die Bibel erkunden dürfen und viele Erfahrungen sammeln können. Das ganze war ein einziger großer Segen. Auch wenn es nicht immer einfach war, so weiß ich und sehe ich, jetzt vor allem im nach hinein, dass Gott über allem stand und alles unter Kontrolle hatte - auch, oder vor allem, in den schweren Zeiten.
An dieser Stelle auch noch einmal ein 'Danke' an alle, die mich unterstützt haben, diesen Blog gelesen haben, gebetet haben oder was auch immer! Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen und ich abe eure vielen Gebete echt spüren können.
Ich bin Gott sehr dankbar für diese Zeit und kann das Kapitel jetzt zuklappen und gespannt sein auf das, was Gott in der Zukunft mit meinem Leben vorhat.
In diesem Sinne...
ein letztes Mal...
peace out.
Benny

Samstag, 5. Juni 2010

fotsetzung...

hier der versprochene bericht und die fortsetung von dem was ich am mittwochg eschrieben habe....
Wir waren seit dem letzten blog schon zwei mal mehr im kinderheim. normalerweise gehen wir immer mittwochs und freitags, ausnahmsweise waren wir dann heute (samstag) auch mal da.
generell machen wir ähnliche sachen wie im kinderheim in santiago. im kinderheim sind weniger kinder, es ist am rand der stadt und hat daher ein riesiges gelände. generell ist niemand da der auf die kinder aufpasst. eine frau kocht ihnen essen, aber sonst können sie machen was sie wollen, da viele auch tagsüber nicht zur schule gehen. erstaunlicherweise benehmen sich die kinder aber dennoch super. wenn wir sie rufen kommen sie, wenn wir anfangen wollen sind sie still und wir können super mit ihnen reden. heute haben wir zum beispiel auf dem fußballplatz rasen "gemäht" - mit Macheten. war sehr anstrengend in der hitze aber die kinder haben alle super mitgemacht.
die altersgruppe in diesen kinderheim ist durcheinander. es sind ungefähr 20 kinder. ca. 5 kleine kinder 4 oder 5. 3 oder 4 die ca. 7 jahre alt sind. ein paar teenager die 12 jahre alt sind und dann 3 jungs die 15,16 jahre alt sind. es macht spaß, auch wenn ich die kinder immer noch kennenlerne und noch nicht so ganz in der arbeit drinne bin.
donnerstag haben wir abends ein prayermeeting gehabt und sind danach auf die straße gegangen um suppe zu verteilen an obdachlose.
das war ganz anders in santiago. wir sind mit einigen autos in die nachbarschaft gefahren und haben dann vom auto aus die schalen mit suppe gefüllt und sind zu den leuten gegangen. das ganze lief in kleingruppen ab und als wir die suppe verteilt haben sind wir dann auch mit einigen ins gespräch gekommen. war auf jeden fall eine neue erfahrung und ich bin gespannt wie die nächsten mal werden. leider werden das nur alle 2 wochen machen - vll auch nur einmal im monat, weil die erfahrungen hier waren, dass wenn man es zu oft macht, dass es mehr nur zum essen verteilen wird und nicht wirklich um die gespräche geht. aber wir werden sehen... ;)
Freitag abend hat seth (ami) seinen 25. geburtstag gefeiert. es war eine nette party, wo vor allem die gelegenheit da war neue leute oder leute aus dem team besser kennen zu lernen.
im letzten post hatte ich auch geschrieben, dass ich ein bisschen darüber schreibe, wie die letzten monate in chile für mich waren - ich habe ja kein rundbrief mehr fertig bekommen.
Das lag vor allem daran, dass die letzten wochen so ohne busy waren. alle möglichen leute wollten mit uns noch was machen, wir hatten good-bye parties, wir mussten das haus sauber machen und leer räumen, packen und die letzten hausaufgaben fertig machen. ich hatte mich auch noch verpflichtet ein video (IT trailer) zu schneiden und das hat dann auch noch einige zeit in anspruch genommen. aber ich habe alles zu der jeweiligen dead-line fretig bekommen, yay! :)
verabschieden war schwer! leute die mich kennen wissen, dass mir das überhaupt nicht schwer fällt tschüss zu sagen und dann in den zug, flugzeug oder was auch immer zu steigen. hier war es anders. die große good-bye party, die wir am freitag hatten war super. viele leute sind gekommen und wir hatten einen super abend. viel schwerer isses mir allerdings gefallen, als wir am sonntag in der kirche noch eine abschiedsmittagessen hatten. es war mit der jugend der kirche zu der stijn, tom, emma, santtu und ich gegangen waren. nach dem mittagessen hatten sie noch ein video vorbereitet, was mir echt die tränen in die augen getrieben hat. danach haben wir im kreis darüber geredet, was die letzten 9 monate für uns bedeutet haben. wir 5 "gringos" haben erzählt, was uns bewegt hat, was wir gelernt haben und was die kirche für uns bedeutet hat, das selbe die chilenen und auch das war rührend zu hören, wie wir ihnen ein segen sein konnten und wie es ein geben und nehmen über die letzten 9 monate war. danach haben wir noch füreinander gebetet. es war eine super schöne zeit und ich werde diese kirche mit den leuten echt vermissen!
ich habe über die letzten 9 monate hier echt viele leute kennengelernt, die mir sehr wichtig in meinem leben geworden sind - freunde fürs leben. wir haben so viel gemeinsam erlebt und die gemeinsamen erfahrungen werden wir für immer teilen. das traurige ist nicht zu wissen, ob man sie jemals wieder sieht oder nicht. auf jeden fall danke ich gott für die vielen freunde, die ich kennenlernen durfte, denn viele von ihnen waren ein riesen segen für mich und die vielen gespräche haben mich geprägt und mit zu dem gemacht was ich jetzt bin.
auch wenn jetzt schon wieder volles programm ist und man eigentlich nicht viele möglichkeiten hat mit leuten in kontakt zu bleiben (auch weil das internet sehr unregelmäßig ist) ist der abschied immer noch schwer.
nach ecuador wird es wahrscheinlich nicht so schwer werden, weil ich nur 2 monate hier bin.
würde mich über kommentare freuen, damit ich weiß wer das hier so ließt. und falls ihr mir post schicken wollt:
Benjamin Tammen
OM Ecuador
P.O.Box: 09-01-4789
Guayaquil, Ecuador

ich freu mich von euch zu hören und in 7 1/2 wochen bin ich schon wieder zu hause.
bis dahin...
peace out. Benny

Mittwoch, 2. Juni 2010

angekommen...

heyyyyy... ich bin angekommen in guayaquil. es ist heiß! sehr feuchte und heiße luft. das ist das erste was man wohl sagen kann was mir zu schaffen macht. kalte duschen sind an der tagesordnung - auch weil es kein heiß wasser gibt (die dusche hat nur einen knopf für wasser). das team von OM ist super. 4 amerikanerInnen, ein südafrikaner, ein holländisches ehepaar, philipp, stijn und ich. wir wurden gestern zum abendbrot eingeladen und das ganze team ist super offen und das macht es um einiges leichter den ganzen abschiedesschmerz aus chile noch zu verkraften.
ich wohne mit stijn zusammen in einem einzelnen raum in einem anderen haus - "ausgelagert" ;), weil die jungs-wohnung nur platz für 4 hat. da wir in 2 monaten die heimreise antreten und philipp länger bleibt ist das aber voll in ordnung - auch weil es wirklich nur 5 minuten zu fuß von unserem zimmer weg ist. internet gibt es nur hier in der wohnung.
das ist im moment die situation in der ich mich befinde. wir waren heute bereits einmal im kinderheim - recht andere erfahrung als in santiago. über das kinderheim und meine erfahrungen der letzten 9 monate berichte ich im nächsten blog, weil ich gerade einen anruf erhalten habe, dass wir jetzt in kino prince of persia schaun gehen. super! wie freundlich, dass die uns gleich zu sowas mitnehmen!
euch alles gute!
peace out.
Benny

Montag, 31. Mai 2010

letzte nacht!

jaaa... das war der letzte tag hier in chile. in 6 std. kommt man taxi und bringt mich und stijn zum flughafen. wir machen die letzte nacht jetzt durch um uns dann alle zu verabschieden. nach und nach werden jetzt die leute abhauen zum flughafen. das wird traurig.
heute in der kirche hatten wir nach dem gottesdienst noch eine super verabschiedungsparty mit mittagessen. danach haben wir ein film gesehen, den die jugendgruppe von der kirche von uns gemacht hat. das hat mir echt gezeigt wie sehr wir als gruppe akzeptiert und geliebt waren. danach haben wir in großer runde jeder erzählt was die letzten monate für jeden bedeutet haben. wir "gringos", aber auch die chilenen. danach haben wir eine gebetszeit gehabt und es war einfach eine super zeit. ich werde diese leute echt vermissen.
jetzt heißt es noch zeit tot schlagen bis wir zum flughafen fahren, bzw. die zeit mit den leuten genießen. der nächste eintrag kommt dann aus ecuador.
peace out.
benny

Donnerstag, 20. Mai 2010

farewell...

ich war nicht wirklich treu mit dem blog, aber jetzt hab ich mal wieder die zeit gefunden hier was rein zu schreiben.
der letzte monat war voll. vor allem die letzten wochen, weil viele hausaufgaben beendet werden mussten, letzte berichte geschrieben werden mussten und dann eingereicht werden mussten. ich hab alles on-time geschafft, was echt cool ist. dann hatten wir noch ein letzte spanisch examen, womit unser spanisch-level gemessen wird und dann bekommen wir da auch noch ein schönes zertifikat - freut ihr euch?! :)
auch die ganzen abschiede von leuten, das letzte mal ins kinderheim, das letzte mal skaten und so ist schon sehr traurig. so langsam zu realisieren, dass das alles so nicht wieder kommt ist schon irgendwie traurig. ich habe die zeit hier halt sehr genossen und werde vor allem die leute, sowohl chilenen, als auch die leute vom team sehr vermissen. man hatte die letzten monate immer leute um sich rum und es wurde nie langweilig. danach erwarten mich knapp 2 monate ecuador, wo quasi ähnlich gearbeitet wird, wesentlich flexibler und praktischer. ich freu mich schon drauf, auch wenn ich mich in den 2 monaten halt nich so tief in die kultur integrieren kann und nich so feste freunde finden werde, wie ich sie hier in chile gefunden habe.
man macht sich jetzt schon die ersten gedanken übers packen und die letzte große good-bye party. so geht's mir im moment. ein lachendes und ein weinendes auge. trotzdem versuch ich die zeit mit meinen freunden noch so lange wie möglich zu genießen.
das wars auch schon wieder von mir. das nächste mal heißt der blog dann: bennyinecuador :)
ne spaß - das ist den aufwand nicht werd xD
peace out. Benny

Freitag, 9. April 2010

update...

heyy...
gibt ein paar neue sachen zu erzählen... :) womit fange ich denn an?!
letztes wochenende war ich in talca, einer stadt im süden chile (ca. 3-4 std. mit dem bus von santiago). diese aktion über das osterwochenende war freiwillig und deshalb waren nur 5 leute vom team mit dabei (2 davon leiter). donnerstag abend spät sind wir angekommen und wurden von den familien abgeholt, bei denen wir das wochenende verbrachten. nach einem sehr leckeren abendbrot um 1 uhr morgens bin ich dann um halb 3 tot ins bett gefallen ;).
am nächsten tag haben wir mit dem evangelisieren angefangen. während des ganzen wochenendes haben wir nicht praktisch gearbeitet sondern evangelisiert und den leuten spirituell unter die arme gegriffen. das ganze sah so aus, dass wir vormittags uns in gruppen aufgeteilt haben und in verschiedene gegenden von talca gegangen sind und dort von tür zu tür leute zu den ostergottesdiensten jeden abend und kinderevents am nachmittag eingeladen haben und mit ihnen über die folgen des erdbebens gerdet haben, wie es ihnen im moment geht. außerdem konnten wir für einige leute beten.
nach einem leckeren mittagessen in der kirche sind wir dann auf einen platz im zentrum talcas gegangen und haben dort ein, meiner meinung nach, ziemlich großes kinderevent veranstaltet, mit musik, tanzen, theater, geschichte, basteln und vielem mehr. es waren auch recht viele kinder da was das ganze noch spaßiger gemacht hat.
danach sind wir wieder zurück in die kirche und haben dort onze (abendbrot, aber klein) gegessen, gefolgt von einem 3 std. gottesdienst, der ehrlich gesagt nicht so interesant war... naja... andere länder andere sitten ;). Nach dem Gottesdienst sind wir (fito und ich) wieder zurück mit der familie nach hause und dort haben wir noch mal abendbrot bekommen. lecker :)
nach einer kurzen nacht gings dann am nächsten morgen gleich weiter wie am tag zuvor.
Abends nach dem Gottesdienst sind wir completos essen gegangen. während dessen wurde ester (meine gastschwester) angerufen, denn es wurde spontan ein fußballmatch organisiert jugend santiago vs. jugend talca. es hat richtig viel spaß gemacht mal wieder so richtig zu rennen. danach war ich platt (wir haben um 23:30 angefangen) und bin auch wieder nur tot ins bett gefallen. Nach dem Gottesdienst am Morgen gabs noch ein letztes festmal in der familie und dann haben wir uns im bus aufgemacht zurück nach santiago.
das wochenende war super wenn auch anstrengend. ich habe viele neue leute kennengelernt und gute gespräche führen können.
Ansonsten war die Woche normal. Zwei Ausnahmen gab's: zum einen waren die Eltern von Corine für die letzten 3 Wochen zu besuch. wir hatten einen abend abendbrot zusammen und es war echt nett sie kennenzulernen.
außerdem haben wir einem obdachlosen geholfen. wir sind donnerstag abend außerplanmäßig nach La Vega gefahren und haben ihn ins Krankenhaus gebracht. Als wir ihm am Dienstag gesehen hatte sah er ziemlich ehlendig aus. Er hatte stark entzündete Augen, Durchfall, Lungenentzündung und wie sich später im Krankenhaus auch noch rausstellte Leberversagen.
Da die Nächte hier mittlerweile schon sehr kalt werden hätte er glaube ich nicht mehr lange überlebt, weil ihm alles geklaut wurde. er hatte nur ein t-shirt, keinen pullover, keine jacke - gar nichts. im krankenhaus angekommen mussten wir zunächst einmal warten, weil es sehr, sehr voll war. aber danke naza, einer chilenen, die ich sehr gut aus der kirche kenne und die auch immer dienstags mit nach la vega kommt, kamen wir früher dran, denn sie studiert medizin und hat den praktischen teil ihres studiums genau in diesem krankenhaus. der mann, dem wir geholfen haben (seinen namen habe ich leider nicht verstanden) konnte sich nicht ausweisen und um so mehr war es erstaunlich, dass sie ihn einfach ohne fragen zu stellen behandelt haben. außerdem ist es häufig so, dass nachdem obdachlose behandelt werden, dass sie einfach wieder zurück auf die straße geschickt werden. Wieder hat Gott gewirkt: Naza konnte in der behandlung mit einer krankenschwester reden und hat ihr die ganze geschichte erzählt, wie wir den mann gefunden haben, was wir in la vega machen und so... die Krankenschwester war super interessiert und hat sich super für den Mann eingesetzt, sodass er die Nacht sogar im Krankenhaus verbringen konnte. Wow. Ich war echt glücklich, dass Gott die ganze Aktion so gesegnet hat.
Leider konnten wir ihn am Freitag dann nicht wieder aus dem Krankenhaus abholen, weil wir als Team nach Mendoza gefahren sind, wo ich auf meinem Bett liege und den Blogeintrag schreibe. Es war wieder Zeit die Visa zu erneuern, weshalb wir hier sind. Gleich unter die Dusche und dann lecker Steak essen und nen Bierchen (hier dürfen wir... :D).
hab euch alle lieb! :)
peace out. Benny

Donnerstag, 1. April 2010

Gottes Ruf für meine Zukunft...

Moin :)
Nachdem nun 7 Monate der Zeit hier in Chile rum sind mache ich mir halt schon Gedanken über meine Zukunft und was ich später, vor allem in der Zeit nach Chile machen möchte.
Bis jetzt sah alles so aus, dass ich, wenn ich wieder nach Hause komme im Oktober Anfange zu studieren. Der Plan war, dass ich mich an 4 Unis bewerbe und dann schaue, wo ich angenommen werde. Bis jetzt konnte ich mich noch nicht bewerben, weil die Bewerbungen erst Ende April/Anfang Mai starten, aber auch das hat Gott geführt, denn die letzten paar Tage hat Gott viel zu mir Gesprochen. Ich habe gebetet und er hat mir am Sonntag in der Predigt ganz klar eine Sache aufs Herz gelegt, sodass ich mich entschieden habe hier in Chile zu bleiben. Ich werde zwar zurück kommen für einen Heimaturlaub für ein paar Wochen, werde versuchen weitere Unterstützung zu sammeln. Gott hat mir hier eine Möglichkeit eröffnet, wo ich hier vor Ort in Santiago in einer Kirche in einem musikalischen Projekt mitarbeiten kann, was so eine Art Worshipschule ist. Das hat mich sehr angesprochen, hab gebetet und schon mit meinen Leitern drüber gesprochen und habe mich entschieden, dass ich diesen Weg einschlagen möchte.
Das sind jetzt überwältigende Neuigkeiten für die meisten von euch und viele von euch bekommen den Mund nicht mehr zu und sind schon vom Hocker gefallen, aber macht euch keine Sorgen, denn heute ist ja immerhin der 1. April... Also: April, April! :)
Ich komme brav zurück und so schnell werdet ihr mich dann auch nicht mehr los! ;) hab halt nur gedacht, dass ein kleiner Witz zum 1. April ganz lustig wäre :) hihi. Gelacht? super! dann geht's jetzt los mit richtigen Neuigkeiten!
Heute Abend fahre ich mit einer lokalen Kirche über das Wochenende in den Süden von Chile noch einmal für das Wochenende bis Sonntag. Die Arbeit da wird wahrscheinlich weniger praktisch und wir werden mehr evangelisieren und mit den Kindern arbeiten. Von dem was ich gehört habe wurde Talka, die Stadt wo wir hinfahren, mehr von dem Erdbeben betroffen als Pichilemu, wo wir Anfang März als ganzes Team hingefahren sind. Dieses Event war freiwillig und es sind nur ich und zwei weitere Mädchen von OM die mitfahren und sonst nur Chilenen aus der Kirche. Das wird sicherlich eine super Zeit! :)
Ansonsten waren die letzten Wochen im März sehr schnell vorbei. Wir sind dem normalen Programm gefolgt, waren in den Kinderheimen, bei den Obdachlosen, in den Skateparks und haben die Sachen gemacht, die ihr schon aus früheren Posts oder Rundbriefen kennt.
Als wir Vorgestern bei den Obdachlosen in La Vega Central (so heißt das Viertel, wo wir die Obdachlosen treffen. Es ist wie ein großer Markt, aber überdacht, quasi eine große Halle) war ich das erste Mal in der Gebetsgruppe dabei, die wir nun zum fünften Mal oder so hatten. Da wir mittlerweile eine recht große Gruppe sind (Halleluja!!) sind wir zu viel um alle zusammen zu gehen. Deshalb hat Roel, der Leiter der ganzen Sache, entschieden, dass wir uns aufteilen und eine kleinere Gruppe zu den vier Eckpunkten von La Vega geht und dort betet. Wir beten gegen die bösen Geister von Alkohol, Vergewaltigung, Drogen, Gewalt, Prostitution und alle solche Sachen, die dort leider Alltag sind. Außerdem beten für ein Haus, dass zur Zeit leer steht und das eine sehr coole Location wäre für eine Art Obdachlosenzentrum. Da Agape (Name der Ministry) wirklich sehr stark wächst ist es an der Zeit das ganze einen Schritt weiter zu nehmen und nicht mehr "nur" mit Brot und Suppe zu den Obdachlosen zu gehen, aber das wir auch ihnen ein Platz anbieten können, wo die Bibel unterrichtet wird, wo Leute eventuell arbeiten können und Geld verdienen können. Ich hab die Zeit im Gebet sehr genossen. Wir hatten Spaß und haben gelacht, konnten aber sehr die Gegenwart Gottes spüren und genießen.
Später in der selben Nacht kam es leider zu Ausschreitungen zwischen zwei Gruppen von Obdachlosen, die sich mit Flaschen beworfen haben und mit Eisenstangen geschlagen haben. Wir sind demnach sofort gegangen, weil es einfach zu gefährlich war. Es ist das erste mal in den 7 Monaten in den wir nun nach La Vega gehen, dass so etwas passiert ist.
Betet also für La Vega. Dieser Ort braucht es!
Jetzt setzt ich mich noch an meinen Rundbrief, dass ihr das ganze auch bald in schriftlicher Form in den Händen halten könnt bzw. als pdf auf dem PC haben könnt.
Liebe Grüße
peace out. Benny

Donnerstag, 25. März 2010

good times...

Heyllo,
Ich bin nun mittlerweile seit knapp einer woche wieder in santiago und ich würde sagen, dass der alltag mich wieder hat.
die zeit, wo wir im süden waren und geholfen haben war sehr gut. ich bin überzeugt, dass wir echt ein segen sein konnten für die leute, denen wir geholfen haben ihr haus wieder aufzubauen.
vor allem die armen leute die außerhalb von pichilemu, auf dem land wohnen haben viel verloren. so konnten wir ihnen hoffnung wieder geben in dem wir ihnen geholfen haben ihre häuser wieder aufzubauen.
während der zeit in pichilemu gab es noch ein weiteres erdbeben, es ist aber nichts passiert.
nun sind wir halt wieder hier in santiago und leben nur bei der woche. wir wissen nicht was nächste woche passiert. hoffentlich wird der april da etwas besser. es steht auf jeden fall noch einiges auf dem programm, sodass der april auch nicht langweilig wird, z.b. eine weitere cultural expirience in einer chilenischen familie, ein wochenende in Mendoza zum visa erneuern und ein faith trip, wo auch ich keine ahnung habe, was das sein wird.
ihr seht, es bleibt weiterhin spannend!
ich genieße die zeit hier weiterhin. in der letzten zeit habe ich vor allem gelernt gott in den kleinen dingen zu suchen und schätzen zu lernen. das hat mir eine ganz andere einstellung gegeben und ich gehe nun wesentlich fröhlicher durch den alltag und es ist nicht mehr alles nur routine.
das wars bis hierhin. danke an alle, die in der letzten zeit im gebet bei mir waren und an alle die an mich gedacht haben! es hat die zeit wesentlich einfacher gemacht!
peace out.
Benny

Sonntag, 7. März 2010

Help! Help!

Ich brauch sie nicht - aber die Leute, die vom Erdbeben betroffen sind. Die ganze letzte Woche war sehr unsicher, was passieren würde... Das Adventure Team, was für Mitte März geplant war wurde auch schon lange abgesagt. Wie schon im letzten Eintrag beschrieben, ist uns beim Erdbeben nichts passiert - preist den Herrn - aber dennoch, wird es so langsam Realität wie sehr das Erdbeben doch ganz Chile betroffen hat.
Letzten Freitag haben wir einer Familie geholfen, deren Haus hier in Santiago vom Erdbeben zerstört wurde. Da das Haus komplett nicht mehr bewohnbar ist, müssen sie jetzt umziehen. Wir haben geholfen die ganzen Sachen in Kartons zu packen, sodass sie umziehen können.
Unsere Leiter, Yerko (Leiter vom Itensive Training) und Carlos (Leiter von OM Chile), waren von Mittwoch bis Freitag im Süden in den betroffenen Regionen und haben Informationen gesammelt über mögliche Projekte bei denen wir helfen können. Sie haben mit Pastoren von den Kirchen vor Ort gesprochen und außerdem Lebensmittel und Sachen in den Süden gebracht an denen es dort im Moment sehr mangelt.
Heute Abend (Sonntag) haben wir kurzfristig erfahren, dass wir Morgen (Montag) für eine Woche in den Süden nach Pichilemu fahren. Pichilemu ist eine Stadt an der Küste Chiles die nach dem Erdbeben von einer der Tsunamis getroffen wurde. Demnach ist dort die Verwüstung mit am schlimmsten. Die Stadt ist ca. 220km von Santiago weg. Im Moment haben wir noch keine Informationen für wie lange, wo genau, wie oder mit welchem Projekt wir dort hinfahren, nur, dass es morgen früh um 10 Uhr los geht.
Da wir wirklich nicht wissen, was passieren wird sind Gebete sehr willkommen.
Wer außerdem auch Geld spenden möchte kann dies auch tun.
Überweist die Spende an:


Ev. Kreditgenossenschaft Karlsruhe
Kto.Nr. 507245
BLZ 520 604 10
IBAN DE47 5206 0410 0000 5072 45
Empfänger: OM Deutschland
Verwendungszweck: OM Chile Relief-work

Das Geld wird so auf dem schnellsten und sichersten Wege hier nach Chile gelangen.

Also... für eine Woche bin ich nicht zu erreichen. Die Erfahrungen, die ich dort machen werde, die Bilder die ich sehen werde, werden sicherlich mein Leben lang in meinem Gedächtnis bleiben. Gott ist mit uns und ich hoffe, dass wir einfach eine große Hilfe sein können für die Leute, die dort betroffen sind.
peace out.
Benny

Samstag, 27. Februar 2010

wackel, wackel...

Um 3:34 ortszeit am morgen wurde der süden chiles von einem erdbeben getroffen, dass ca. 8,8 auf der richter skala erzielte. in santiago sind einige häuser beschädigt worden und autobahnbrücken sind eingestürzt. der schaden ist groß, jedoch erheblich größer weiter im süden.
Ich danke gott von ganzem herzen, dass außer einer flasche sonnenblumenöl bei uns im haus nichts kaputt gegangen ist. wir waren für ein paar stunden ohne internet und strom, aber mittlerweile ist auch das wieder in ordnung.
für mich war es das erste größere erdbeben meines lebens. ich bin aufgewacht und alles war am wackeln. ich wusste sofort, dass es ein erdbeben war, weil ich während den 6 monate vorher schon aufgewacht war, wenn es nachts mal ein kleines bisschen gewackelt hat. aber dieses mal war es halt viel schlimmer. meine erste reaktion war das regal was umzfallen drohte festzuhalten. als ich jedoch merkte, dass nicht das regal wackelt sondern halt das ganze haus bin ich erstmal ins nebenzimmer gerannt und hab den anderen bescheid gesagt (die natürlich schon lange wach waren). das beben dauerte insgesamt ca. dreieinhalb minuten, wovon ich ca. 2 minuten mitbekommen habe. ich bin in der tür stehengeblieben und hab gewartet bis das beben vorbei war. um ehrlich zu sein, waren meine gefühle ein mix aus angst und faszination. angst einerseits, weil ich absolut keine kontrolle über die situation hatte, nicht wusste was als nächstes passiert, ob das haus hält oder nicht, wie lange es noch dauert etc. und faszination auf der anderen seite, weil es irgendwie ein total irres gefühl war, "standfesten" boden unter den füßen zu haben, trotzdem es sich aber anfühlt, wie wenn das haus auf holzpfosten steht und einer unten ganz droll dran rumwackelt. (so wie bei nem hochbett, wenn man oben schläft). Die ganze geschichte hatte auch eine sehr lustige seite, nämlich, dass mein zimmerkollege stijn (belgien) das ganz quasi verschlafen hat. natürlich ist er auch aufgewacht, aber er dachte, dass ich an seinem bett wackele um ihn zu ärgern (wer würde sowas um halb 4 am morgen tun?!), und er unter einem murrenden "stop it, ben!" sich wieder umgedreht hat und weitergeschlafen hat. er hat einfach einen zu tiefen schlaf, denn er hat auch nichts von den ganzen nachbeben mitbekommen, die noch ca. bis 6 uhr morgens immernoch zu fühlen waren.
die frage ist, was macht man an so einem tag? ich hab gelesen, einige emails auf meinem laptop vorgeschrieben und einfach sachen erledigt. war super! :)
betet auf jeden fall für die vielen opfer des erdbebens und viele chilenische freunde, von denen ich noch nicht weiter gehört habe ob es ihnen gut geht oder nicht.
danke an gott für die super bewahrung!
peace out. benny

Samstag, 6. Februar 2010

Langweilig - oder: wie man die Routine überkommt.

Moin :)
aus Argentinien wieder da und mittlerweile wieder voll im Alltag. Der Februar ist erstaunlich ruhig und es gibt wenige Programmpunkte. Das meiste ist Alltag.
Vor allem im Januar, durch das spannende "Alternativprogramm" hatte ihc nie lust, wenn wir wieder in Santiago waren mit den Routinemäßigensachen anzufangen, also Ministries, Unterricht, Hausaufgaben usw. Die Routine hat mich echt runtergezogen. Ich hab dann da mit meinem Mentor mla drüber geredet. Er hat mich daran erinnert, dass wenn Gott für mich einen anderen Plan hätte und ich hier schon fertig wäre (deshalb war es ja langweilig) dann wär ich nicht mehr hier. So hat er mich dran erinnert, dass jeder Tag wirklich eine Bedeutung hat. Jeden Morgen in meiner Stillen Zeit frage ich Gott nun, was ich denn nun heute lernen "darf"/soll :).
Das hat sich bis jetzt echt super bewährt. Am darauffolgenden Tag schreibe ich dann auf, was ich am vorhergehenden Tag gelernt habe. Bis jetzt war echt immer was dabei! Die ganze Sache hat auch irgendwie einen positiven Schub in der Motivation verursacht und so bin ich nun immer gut bei den Ministries dabei und es macht auch wieder Spaß. Danke Gott :)
Betet, dass Gott mir auch weiterhin coole Sachen zeigt und dass jeder Tag eine neue Herausforderung ist und Spaß macht! Denn schließlich will Gott ja auch, dass wir Spaß am Leben haben ;)
peace out.
Benny

Freitag, 15. Januar 2010

argentinien

moinsen,
bin gerade kurz vor der abreise nach argentinien. alles ist fertig gepackt und wir warten nur noch auf das auto, dass uns zum bus bringt.
bin für eine woche nicht da. also... betet fleißig :D
bis in einer woche dann.
peace out. benny

Freitag, 1. Januar 2010

frohes neues...

Hallo ihr alle...
ich wünsch euch einen guten rutsch gehabt zu haben und alles gute und gottes segen für das neue Jahr 2010. Dass der Herr euch beschützt und ich bewahrt. Ich durfte die Feiertage und Silvester in den Bergen und am Strand verbringen. Mal was anderes ;)
Der trip durch die berge war seeeehr anstrengend. für mich war es das erste mal, dass ich so richtig getrekkt bin. in 2 tagen haben wir san ramón (3200m) erklommen und an einem tag dann wieder runter gelaufen. ich selber bin schon an meine körperlichen grenzen gekommen aber es hat sich in jedem fall gelohnt!
nach einer nacht in santiago gings dann früh morgens ans meer. dort haben wir dann die tage mit am-strand-chillen, surfen, essen und silvester feiern verbracht. das war die verdiente erhohlung nach dem klettern ;)
nun sitze ich im wohnzimmer hier im sessel und freue mich aufs wochenende, an dem ich vielleichta uch noch ein paar sachen erledigt bekomme und dann gehts am montag wieder los mit alltag.
An sonsten werden wir im Januar noch 2 events besuchen. recht bald für ein paar tage (keine ahnung genau) geht's zu einem camp nahe Santiago, wo wir mithelfen und später im Januar gehts zur CIMA - einer missions konferenz in Argentinien für eine Woche. Es wird also nicht weniger ;)
Euch noch eine gute Zeit und ein guten Start in den Alltag von 2010 :)
peace out. Benny