Mittwoch, 23. September 2009

mir gehen die Titel aus...

Es ist schon wieder ziemlcih viel passiert seit dem letzten blog eintrag und der ist nur eine halbe woche her. Am Sonntag konnten wir uns aussuchen in welche Kirche wir gehen, weil Yerko und Corine Yerkos Eltern außerhalb von Santiago besuchen waren und uns deshalb nicht planmäßig zu einer neuen Kirche begleitet haben. Ich bin also mit Stijn zusammen zur "Presencia de dios" gegangen, die kriche in der wir das letzte mal auch waren und wos mir so gut gefallen hat. auch diesmal hats wieder sehr viel spaß gemacht und da wir nur zu zweit waren haben wir auch sehr viel aufmerksamkeit bekommen ;). In der Kirche hab ich dann mit Roel und Naty gesprochen (das sind die beiden, die mit uns die Homeless ministry machen) und wir haben uns entschlossen, dass wir sonntag nachmittag noch was unternehmen wollten. also sind wir dann nachmittags nach dem mittagessen (die jungs allerdings nur unter sich) in die innenstadt von santiago gefahren und haben mal ne ganz neue seite kennengelernt, denn sie haben uns in siedlungen mitgenommen die quasi in kleinen gassen waren, wo man auf einmal einen ganz anderen baustil gefunden hat und alles irgendwie "anders" und vor allem ruhiger war. Photos sind auf facebook!!
Am Montag war dann wieder Hogar angesagt. Diesmal haben wir uns in zwei gruppen aufgeteilt und sind mit jeweils 5 leuten zu einem hogar gegangen. Ich war in dem hogar de arcas, wo die kinder "gemischt" leben, also männlein und weblein zusammen :).
Vorher war ich wirklich müde und hatte überhaupt keine lust zu gehen, denn ich hatte das gefühl, dass unser programm auch nicht besonders gut vorbereitet war... ich hatte vorher schon viele stories gehört über solche situationen, wo gott im nachhinein gewirkt hatte und alles ging besser aus als überhaupt gedacht! und ich in meiner kleingläubigkeit hab gedacht: "ah was... bei uns diesmal nicht. ich hab echt kein bock und unser programm läuft auch nicht reibungslos ab... die kinder passen bestimmt nicht auf..." und ich hatte einfach keine lust! aber... ihr könnts euch ja denken... Alles lief PERFEKT! das programm hat genauso funktioniert, wie wir es geplant hatten und die kinder haben alle super mitgemacht und es gab fast gar keine probleme. das war echt gesegnet!
Am Dienstag war wieder morgens training. diesmal haben wir gelernt wie man kurz ne kleine geschichte erzählt und haben ein bisschen was mit kunst gemacht... geschichte war lustig und echt "lernenswert", aber kunst war nich soooooo mein ding ;).
abends dann die homeless people... auch diesmal war es der beste abend, den ich dort bis jetzt hatte. vor meiner abreise hab ich viel für spanisch gebetet und an diesem abend hab echt gemerkt, dass mir der heilige geist geholfen hat! ich hab während der letzten wochen ein bisschen auf facebook und skype mit chilenen gechattet und hab mir übersetzter das nötigste zusammen gebastelt. aber an diesem abend lief alles richtig gut. natürlich kann ich noch kein flüssiges spanisch, aber immerhin sind einige konversationen zu stande gekommen und die zeit verflog richtig. also hat gott auch hier meine gebete (und die der anderen, die dafür gebetet haben) erhört. ich hatte echt eine super zeit.
heute waren dann die ersten spanisch lessons. haben uns mehr kennengelernt als wirklich was gelernt. haben ein bisschen das spanische alphabet gelernt und aussprache geübt. quasi alles das was ich in meinem crash-kurs schon gelernt hatte. aber war trotzdem gut wieder daran erinnert zu werden.
das wars für heute... jetzt gehts an rundbrief!

betet für:
- weiterhin gutes spanisch lernen
- disziplin für meine stille zeit
- eine tiefere, persönlichere beziehung zu gott

dankt für:
- gottes wirken...
- ... in la vega mit den homeless
- ... im hogar mit den kindern
- meine erkältung. sie ist weg :)
- disziplin, dass ich meine hausaufgaben gut hinbekomme

bis zum nächsten mal... peace out! -benny

Samstag, 19. September 2009

Zeit fliegt...


ja... so langsam fängt der alltag an und damit verfliegt die zeit auch wie nix...
Donnerstag war ein echt crazy boys meeting. wir hatten viel spaß und auch die message kam nicht zu kurz. Videos könnt ihr auf www.itchile0910.blogspot.com anschauen. war echt crazy.
Am freitag war independence day und wir sind zu einem park gefahren, wo wir massive barbecues, rodeo shows, cuecas (traditioneller chilenischer tanz) und vieles mehr. waren echt viele leute da. auch hier gibts videos auf dem blog. gab sone show mit flugzeugen und so... danach sind wir noch zu den homeless gegangen und haben empanadas verteilt. typisches chilenisches gericht. is ne teigtasche mit käse und hackfleisch drinne.

heute war nur gechille bzw. jede menge hausaufgaben und lesen. morgen dann wieder kirche.
war nur kurz weil ich heute schon viel für den IT-Blog gemacht hab. also schaut ihn euch an :)
peace out. Benny

Mittwoch, 16. September 2009

Skateboard!

wie versprochen diesmal der nächste eintrag etwas früher.
Seit samstag ist mal wieder eine menge passiert. samstag abend sind wir zu der jugendgruppe von der matta-church gegangen. das ist die kirche, die bei dem haus der mädels um die ecke ist. der worship war ganz gut nur hat man wieder nix von der message vestanden. danach sind wir mit einigen leuten der jugendgruppe spontan noch was essen gegangen. war ein kleiner imbiss "down the road" wo wir sone art hamburger gegessen haben. das "fastfood" hat allerdings über ne stunde gedauert, weil die in der küche einfach nicht damit gerechnet haben, dass abends um 10 uhr noch über 20 leute vorbeikommen und was zu essen haben wollen - und dann auch noch alle auf einmal ;)
Am sonntag sind wir dann zu einer anderen kirche gefahren. diesmal mit roel und naty - dem pärchen (nicht verheiratet), dass auch die homeless ministry am dienstag immer macht. Die kirche hat mir besser gefallen als die kirche letzten sonntag. die leute waren generell jünger und freundlicher, sind mehr auf einen zu gekommen und was für mich persönlich ein ganz großer bonus war ist, dass viele - vor allem die jungen leute - sehr gut englisch gesprochen haben.
sie haben den ganzen gottesdienst für uns mit übersetzt, sodass wir das erste mal was vom gottesdienst verstanden haben.
auch in dieser kirche war der worship sehr modern und hat echt spaß gemacht. einfach faszinierend zu sehen, wie man mit leidenschaft tanzen und singen kann. und es machen alle mit - sogar die über 60 jährigen. :)
Nach dem gottesdienst wurden wir auch hier wieder eingeladen zu bleiben und mit ein paar leuten aus der jugendgruppe ein paar kleinigkeiten (chips und kekse, fanta und cola) zu essen und zu trinken. danach haben wir noch spiele gespielt, die echt alle total viel spaß gemacht haben. und da so viele leute von denen englisch konnten, konnte man sich auch mal richtig mit denen unterhalten und was über die leute erfahren. zur zeit ist diese kirche nr. 1 auf meiner church hitliste! :)
am montag gings wieder los mit cultural training und diesmal haben wir über die verschiedenen sprachen der liebe gesprochen (basierend auf einem buch "die 5 sprachen der liebe" (aus dem englischen übersetzt) von keine ahnung wem.... ;)). es ging also darum auf welcher art und weise man anderen seine zuneigung und liebe zeigt. ist ein bisschen ausführlicher gewesen, war aber sehr gut. wer fragen dazu hat oder das ganze etwas genauer wissen möchte kann mich einfach anschreiben auf den verschiedenen wegen, die das internet zu bieten hat! :)
danach sind wir ins kinderheim gefahren. diesmal allerdings ein anderes als letztemal. dieses hatte sowohl jungs als auch mädchen. es waren fast alle altersgruppen wieder vertreten. der unterschied diesmal, dass wir aktiv in das programm mit eingebunden waren und mit den kindern das erste mal lieder gesungen haben, spiele gespielt und eine geschichte aus der bibel vorgetragen haben. in diesem kinderheim habe ich einen besseren zugang zu den kindern gefunden als bei dem letzten. mag auch daran liegen, dass wir dieses mal einfach mehr mit den kindern spielen konnten und somit einfach mehr zeit mit ihnen verbracht haben. auch wenn wir mit unserem programm nicht ganz durchgekommen sind, weil die kinder am ende zu laut waren und nicht mehr still sitzen konnten war es dennoch ein erfolg. auch habe ich gelernt, dass diese kindern echt schwer zu kontrollieren sind. sie haben quasi keine disziplin und da wir nur einmal die woche kommen haben wir nichtmal autorität. das macht die ganze sache sehr, sehr schwer. nun müssen wir uns programme ausdenken, dass wir die kinder and unsere lippen fesseln, dass sie uns zuhören und auch wirklich mitmachen. das wird jede woche wieder neu eine herausforderung werden....
am dienstag haben wir im evangelism training wieder über kreativität gesprochen. diesmal allerdings über die verschiedenen arten, wie jeder seine kreativität auslebt und in einer gruppearbeit zu einem ergebnis beiträgt. danach haben wir noch ein paar praktische übungen gemach um uns daran zu gewöhen "outside of the box"- zu denken. oft denken wir halt nur in einem bestimmt rahmen. aber aus der bibel lernen wir, dass gott immer sich neue sachen ausdenkt und uns fast nie auf der art und weise hilft, wie wir es erwarten. also ganz einfach gesagt: gewohnheiten überdenken, neue sachen ausprobieren und alte sachen auf eine andere art und weise machen. bin mal gespannt, wie ich das im alltag umsetzten kann.
abends war dann wieder die homeless ministry. unterschied zu letzter woche war, dass piia vorher die prostitute ministry vorgestellt hat und 3 der mädchen (die prostituierten ministry is nix für jungs ;)) mit ihr mitgegangen sind. Emma hat hier einen ganzen netten eintrag über ihre erfahrungen geschrieben (ist allerdings auf englisch).
der rest ist wieder nach la vega gegangen. diesmal hatten wir suppe, tee und belegte brötchen dabei und haben diese and die obdachlosen verteilt. es war sehr frustrierend zu sehen, dass zu anfang viele leute gekommen sind, sich aber nur ein becher tee und ein brot abgegriffen haben und dann wieder abgehauen sind. so konnte man leider keine kontakte knüpfen. Später jedoch als der große ansturm vorbei war haben wir die übrigen sachen noch an die leute verteilt mit denen wir letzte woche zum teil auch schon gesprochen hatten und haben auch hier wieder mit ihnen gebetet und geredet. es ist aber immernoch sehr schade, dass ich mit meinem wenigen spanisch keine richtigen gespräche führen kann.
heute war der tag nicht ganz so voll. wir haben vormittags homework check gehabt und in gruppen programm ausgearbeitet für die kinderheime und nachmittags sind wir in die innenstadt gefahren für die "city experience". wir wussten alle selber nicht so sehr was das heißen sollte. angekommen hat lise (vom OM team, sie kommt aus holland) uns jedem 200 pesos gegeben (ca. 24 cent) und wir sollten beten, dass gott uns zeigt, wem wir das geld geben sollten. ihr müsst wissen, dass es in santiago 3 schichten von leuten gibt. die ganz reichen, die sich schon fast gar nicht mehr in die innenstadt trauen, weil es zu gefährlich ist, weil sie so schnell beklaut werden; den mittelstand, also leute die einen angesehenen beruf in einem büro o.ä. haben und auf der straße auch gerne mal mit anzug rumlaufen; und die ganz armen, die nur gerade das nötigste zum überleben haben oder halt auch auf der straße leben und betteln. in plaza de armas, dem zentrum von santiago treffen all diese schichten aufeinander und es gibt eine unglaubliche vielfalt von menschen.
wir sollten also dafür beten, dass gott uns zeigt, wie wir dieses kleine bisschen geld verteilen sollen (wir hatten ne halbe stunde zeit bis wir uns wieder getroffen haben). ich habe zunächst natürlich gebetet und gott gebeten mir zu zeigen wohin mit dem geld.
ich bin dann über dieses ziemlich großen platz gelaufen und hab die ganze leute gesehen, den ich das geben könnte. ich selber hab mich dabei nicht gut gefühlt. wer weiß was diese leute sich damit kaufen?! das bringt doch nix... ich hab das auch als gottes führung verstanden und darauf gewartet, dass er mir wirklich jemanden zeigt, der das geld gebrauchen kann. im laufe der zeit bin ich dann auf die idee gekommen von dem geld brot zu kaufen und das den armen zu geben, jedoch hatte ich dann nicht mehr genug zeit um einen brotshop zu suchen... bin dann also nach den 30 minuten wieder zurück zu unserem treffpunkt mit den 200 pesos die immernoch hatte. mir schwebte schon die ganze zeit der gedanke im kopf rum, dass ich das geld behalte und in die homeless ministry stecke und davon brot gekauft wird was wir dann den obdachlosen im la vega geben und dachte, dass das das richtige ist, was gott mit dem geld vorhat.
als wir wieder alle zusammen waren hat jeder seine story erzählt, was er mit dem geld gemacht hat. viele hatten ein kurzes gespräch mit dem oder derjenigen, dem sie das geld gegeben haben. haben irgendwie richtig was erlebt und ich war ein wenig frustriert und enttäuscht von gott, dass er mich nicht irgendwie geleitet hat und mir gezeigt hat: "gib der person das geld" so wie einige der andreen es erlebt hatten. (is grad nen bisschen schwer zu beschreiben...)
krass war dann, also wir nach einer gebetsrunde für die leute in santiago aufbrechen wollten ist ein bettler direkt auf mich zugekommen und hat mich um geld gebeten. das war dann für mich doch sehr offensichtlich und ich habe ihm die 200 pesos in die hand gedrückt. hab mich jedoch gefragt, was gott mir damit sagen wollte. irgendwie bin ich immernoch ein bisschen verwirrt über die ganze situation. naja...
jetzt gehts ins bett. war doch wieder ein sehr langer blog eintrag... hätte ich nicht gedacht.
betet für
*meine beziehung zu jesus und gott. Dass ich mir zeit nehme zu hören und dass der heilige geist mir hilft die bibel zu verstehen.
*spanisch
*dankt dafür, dass meine erkältung fast weg ist.

gaaaaanz wichtig was ich noch vergessen habe. nach der city experience haben sich einige von uns noch mit yerko in der mall getroffen und skateboards für die ministry gekauft. ich bin nun also stolzer besitzer meines eigenen skateboards. ich hab die ganze woche schon auf einem alten skateboard von yerko geübt (eigentlich alle jungs haben geübt) und hab echt schon gute fortschritte gemacht und es macht echt spaß. also... die skate-ministry kann kommen.
*betet für bewahrung, dass ich mich nicht verletze
*dankt für die bewahrung bis hier hin, dass während der ganzen ministries (vor allem homeless) nix passiert ist, wo die gegend eigtl gefährliches pflaster ist.

das wars für heute.
peace out! :)

Samstag, 12. September 2009

erste volle woche...

nun ist es ja schon fast eine ganze woche her, dass ich das lezte mal geschrieben habe. es war halt viel los.
es liegt jetzt die erste volle woche hinter mir mit allen ministries und training. so wird also der alltag für die nächsten 9 monate aussehen. nicht soo voll wie ich erwartet habe aber es kommen ja auch noch die ganzen hausaufgaben dazu.
wir waren sonntag also das erste mal in der kirche. es war ein sehr langer gottesdienst. war aber trotzdem gut... die lieder haben mir gefallen. sie waren zwar alle auf spanisch jedoch viele bekannte lieder, die einfach nur übersetzt wurden. nach einer sehr langen predigt (40 Min.) von der ich quasi nichts verstanden habe, war der gottesdienst dann vorbei. war ne interesante erfahrung und ich bin gespannt wie die anderen gottesdienste in den anderen kirchen sein werden...
am Montag ging das training so richtig los. es ging los mit cultural training bei sandy henson. sie kommt aus californien und ist mit ihrem mann schon seit 6?! jahren in chile. wir haben hier einen persönlichkeitstest gemacht (ähnlich wie auf der goconference mit chip kirk nur war der hier etwas genauer) um uns selber kennenzulernen, damit wir wissen, wie wir uns in einer fremen kultur verhalten bzw. anpassen müssen.
danach ging es dann zum ersten mal in eines der hogars (kinderheime/waisenhäuser). vorher haben wir nur kurz eine kleine einweisung bekommen, auf was wir achten müsen und dann gings auch schon gleich los. nach einer ziemlich langen busfahrt waren wir endlich am hogar de sion angekommen. so ist der name... in diesem kinderheim sind nur jungen im alter von 5-17 jahren zu finden. die große altersspanne stellt also eine gewisse herausforderung dar. was aber noch viel mehr probleme verursacht ist die sprache. im hogar haben wir mit den kindern dekorationen für den chilenischen nationalfeiertag gebastelt (18. sep.) und damit den gemeinschaftsraum dekoriert. das hat soweit ganz gut geklappt. als dann aber hier und da zankereien aufgetaucht sind konnte man diese nicht unter kontrolle bringen, da einem dazu einfach das nötige spanisch gefehlt hat. generell waren die kinder sehr aggresiv veranlagt, da sie aus wirklichen problem-familien kommen und schon so einiges mitgemacht haben. einige der kinder waren aber auch total offen und sind auf einen zugekommen, haben einen umarmt und wollten sofort spielen. das war auf der einen seite sehr ermutigend aber auf der anderen seite wieder frustrierend, weil man halt wieder nichts verstanden hat, was die von einem wollten. hinzukommt, dass viele der kinder sehr schlechtes und unverständliches spanisch sprechen, dass sogar die unter uns, die schon ein wenig spanisch sprechen können probleme haben.
alles in allem war es jedoch eine erlebenswerte erfahrung. ;) bin mal gespannt was jetzt nächsten montag wieder auf mich zukommt.
Am dienstag fing es morgens an mit Evangelism training. hier haben wir zunächst über kreatitvität geredet. z.b., dass ja jeder von uns kreativ ist. so wurden wir davon überzeugt, dass wir kreativ sind, jedoch jeder in seiner eigenen weise und in seinen eigenen bereichen/begabungen.
am nachmittag um 3 uhr war das erste teammeeting mit den anderen leuten von OM chile (sonst sind wir hauptsächlich mit den leuten zusammen die das IT betreuen und haben nicht so viele mit dem feldleiter, dem buchhalter oder communications manager zu tun). dort haben wir ein wenig geworshipped, eine echt ermutigende botschaft gehört und zusammen gebetet für verschiedene gebetsanliegen, die jeder geteilt hat.
nach dem abendbrot ging es dann mit roel (niederländer, arbeitet für "jugend mit einer mission" in chile an seinem eigenen projekt mit obdachlosen, welches er zusammen mit seiner freundin nati gegründet hat. es heißt agape und wir helfen da mit) nach la vega, einem stadtteil nörlich des zentrums von santiago, wo die meisten der obdachlosen auf der straße leben. dieser abend war bis jetzt der wohl eindrucksvollste bis jetzt hier in chile. zu sehen, wie die leute da leben ist eine sache, dann auf sie zuzugehen und mit ihnen zu sprechen ist wieder eine ganz andere. roel hat zu beginn gesagt, dass für viele der obdachlosen einsamkeit die größte armut ist, da man auf der straße hauptsächlich auf sich alleine gestellt ist und niemandem trauen kann. dann zu sehen, wie wenig es nur braucht auf die leute zuzugehen und mit ihnen zu reden und mit ihnen zu beten war dann echt beindruckend. normalerweise geht man an den obdachlosen in unseren straßen vorbei und hofft, dass sie einen nicht anbetteln, damit man kein schlechtes gewissen haben muss, wenn man ablehnt und einfach weitergeht. aber hier hab ich gemerkt, dass diese menschen auch menschen sind. sie haben eine eigene geschichte, die sie gerne erzählt haben und waren sehr interessiert, wo wir denn herkommen und was wir so machen. wieder war die sprache eine sehr große frustration, weil man echt mit ihnen reden wollte, aber nicht in dem umfang konnte, wie man oder ich es mir gewünscht hätte. am ende, als wir uns dann wieder verabschieden mussten konnte man echt merken, dass wir zu diesen leuten ein licht gebracht haben. auch wenn wir nicht mit ihnen wirklich reden konnten, haben wir ihn gesellschaft und ein lächeln geschenkt, was für diese leute schon sehr viel bedeutet. und es war echt ermutigend zu sehen, wie viel das bewirkt. wenn man dann noch drüber nachdenkt, dass man über 9 monate in dieser arbeit persönliche beziehungen zu diesen menschen knüpfen kann bin ich jetzt echt motiviert nächste woche da wieder hinzugehen und diesen menschen von jesus zu erzählen und ihr leben zu verändern.
Am Mittwoch fingen wir dann morgens an mit bible studies. hal hensson hat die mit uns gemacht. es war sehr spaßig und intersant, bin jedoch gespannt, wie es weiter geht. wir haben zunächst über grundlegende sachen gesprochen, wie man die bibel studiert und worauf es ankmomt. später hatten wir dann ein hogar training, wo wir lieder gelernt haben, die wir mit den kinder singen können und spiele, damit wir die programme für die kinder so kurzweilig und interesant wie möglich machen können.
am donnerstag waren vormittags die ersten mentor-conversations. hal ist mein mentor (er ist übrigens der mann von sandy, die das cultural training macht) und wir haben uns nach californischer manier in einem mcdonalds getroffen um bei coke und sprite zu plaudern... ;)
das erste meeting war zunächst mehr eine kennenlernphase, dennoch war es ein gutes gespräch und ich hatte das gefühl, dass ich echt offen zu ihm sein konnte und er meine probleme versteht. auch hier bin ich gespannt, wie das zweite gespräche wird. allerdings erst in zwei wochen...
nachmittags hatten wir erneut ein hogar training. diesmal haben wir die lieder wiederholt und das erste mal selber ein programm entworfen, was wir dann am montag mit den kindern im hogar machen werden.
freitag morgen hatten wir wieder hogar training. diesmal haben wir jedoch mehr über die probleme der kinder gesprochen, aus was für familien sie kommen, wo diese probleme alle ihren ursprung haben/haben könnten und was wir als missionare tuen können um ihnen zu helfen. das war echt ne lange liste und es wird eine menge arbeit sein daran zu arbeiten. zunächst auch deshalb, weil man meiner meinung nach erst wieder beziehungen zu den kindern aufbauen muss, damit sie einem vertrauen, dass man ihnen was erzählen kann und sie es dann auch glauben. häufig ist nämlich das problem, dass wegen der kultur immer den eltern mehr glauben als irgendwem anders. und wenn die eltern dann halt nen schwachsinn erzählt haben und das ganze leben der eltern überhaupt kein vorbild ist, dann ist es echt schwer an so ein kind heranzukommen.
am nachmittag hatten wir ein prayermeeting mit den leuten vom IT. hier haben wir für unterschiedliche sachen gebetet und ein bisschen geworshipped. ein prayermeeting halt... ;)
danach hat yerko und "seine" skater ministry vorgestellt. er hat sie vor einigen jahren auf die beine gestellt und hat echt schon einiges erreicht. zum einen arbeitet er mit revolution bmx zusammen, eine ministry bei der bmx legenden (echt totale professionals, die die besten der welt waren/sind) ihre tricks vorführen und dabei von ihrem glauben erzählen. außerdem geht er selber mit einigen christlichen skater freunden in skaterparks und knüpft dort kontakte um in einer ungezwungenen umgebung von seinem glauben zu erzählen. wir waren dann selber auch noch in einem skater park und konnten auf skate boards ein bisschen ausprobieren. das hat auch sehr viel spaß gemacht. blöd nur, dass ich mich einmal hingelegt habe und mich ein wenig verletzt habe. aber alles halb so wild... ;)
heute hab ich dann ausgeschlafen und mit mom und dad geskyped und nun den blog eintrag geschrieben. heute abend gehts dann wieder zu ner jugendgruppe und morgen wieder zur kirche.
das war jetzt ein langer eintrag. ich hoffe, dass er wenigstens einigermaßen interessant war und er euch nicht zu sehr gelangweilt hat. wenn ihr noch irgendwelche fragen habt, dann fragt. schreibt ne mail, bei facebook oder post. die adresse hier ist:

Benjamin Tammen
OM Chile IT team
PO Box 534-3
Santiago
Chile

wenn ich jetzt mal öfter schreibe, dann werden die einträge auch nicht so lang... ;)
peace out. benny

Sonntag, 6. September 2009

wochenende...

... ist schon wieder vorbei...
jetzt geht der ernst des öebens los. die reste woche war sehr gechillt und wir hatten mehr orientations als wir irgendwas anderes richtiges gemacht haben.
nun sitzen wir hier in unserem "wohnzimmer" und chillen mit unseren laptops ;) heute in der kirche wars echt interessant... ;) ich hab natürlich noch nix verstanden - aber das kommt bestimmt noch. was super ist, dass total viele chilenen nach den veranstaltungen - auch bei der jugendveranstaltung am samstag (dazu gleich mehr) - auf einen zukommen und konversationen suchen. einige, die spanisch schon ein bisschen besser können haben so auch schon erste kontakte geknüpft, aber für mich als nicht-spanisch sprecher kommen mit händen und füßen nur dürftige konversationen zu stande. schade, wenn man will aber nicht kann. auch frustrierend.
zu der veranstaltung am samstag morgen. yerko hat uns gefragt, ob wir da nicht mit hinkommen wollten - es wäre halt jugendgruppe. letztendlich haben wir uns dann um 10:30 an der u-bahn station getroffen und sind zu einem sehr hohen haus gegangen. ich glaube sogar das höchste santiagos. sind rein und in den höchsten stock mit dem fahrstuhl gefahren. oben angekommen noch eine etage höher zu fuß. waren dann also im 32. stock angekommen. und dann... wow...
eine sehr exklusive location. ein raum mit komplett glasfenstern überall und perfekter aussicht über ganz santiago. geile jugendgruppe hab ich mir gedacht. später hat sich rausgestellt, dass diese jugendgruppe ein adventure camp veranstaltet und die die neue website für dieses camp gelauncht haben. das war schon ziemlich exklusiv. und auch ziemlich geil, wenn man überlegt, dass vielleicht 40 jugendliche da waren. aber die party war der hammer. ne band mit 3 gitarren nem schlagzeug und 3 nicht allzuguten sängern. aber sonst war die musik hammer. war ziemlich rockig und das war die mörder party beim worship. alle sind rumsprungen und ham gedanced was das zeug hält ;) dann noch ne message mit aufforderung nach vorne zu kommen und sich zu bekehren. von der message hab ich nich so viel verstanden, aber die chilenen doch, denn es sind einige nach vorne gegangen. übrigens hat yerko gepredigt. der scheint das wohl ganz gut zu machen ;)
was auch sehr bewegend war, war dass wir alle an die fenster gegangen sind und symbolisch die stadt gesegnet haben. in santiago leben 70% der jugendlichen von chile. und diese kirche bzw. jugendgruppe hat sich die mission dieser jugendlichen besonders zur aufgabe gesetzt. find ich echt gut! danach wurde auch wieder versucht zu konversieren mit den chilenen und die meisten von uns OMern haben mehr schlecht als recht sich unterhalten können... aber ich bin sehr optimistisch, dass das noch besser wird.
morgen gehts los mit dem straffen programm. jetzt noch was essen und nen film zusammen schauen.
hab heute mit mami ;) geskyped. war echt schön mal wieder was von zu hause zu hören.
erster rundbrief kommt wahrscheinlich "bald". genaue versprechen will ich nicht geben, aber wer den blog liest ist eh schon auf dem neusten stand und der wird nicht mehr so viele neue informationen im rundbrief erhalten. so jetzt is aber schluss...

*betet für meine erkältung, die schon besser geworden ist, aber halt immer noch da ist.
*danke, dass stijn gut angekommen ist und ich jetzt nicht mehr alleine im zimmer bin ;)
*betet dafür, dass die gemeinschaft noch weiter gut bleibt
*betet auch dafür, dass ich die vor mir liegenden aufgaben mit gottes hilfe alle bewältigen kann, denn es ist doch ziemlich viel ;)

Donnerstag, 3. September 2009

48 stunden

jetzt sind gerade mal 2 tage vergangen, seitdem ich hier angekommen bin und es ist schon so viel passiert. von santiago haben wir schon so viel gesehen und auch in den einführungsmeetings haben wir schon soo viel input bekommen.
eins kann ich mit sicherheit sagen, und zwar dass die nächsten 9 monate voll werden. der stundenplan is ziemlich voll. ein haus in ordnung halten, hausaufgaben machen und nebenbei noch eine sprache lernen is noch nicht mit einbezogen. aber corine hat uns mut gemacht, dass es sich bis jetzt nur so schlimm anhört, dass man das nach 3-4 wochen aber alles ganz gut unter einen hut bekommt. jetzt heißt es sich selber organisieren... ;)
das wetter is hier noch richtig winterlich. die temperaturen sind tagsüber zwischen 13-18° nachts jedoch 3-9°. Da das Haus kaum isoliert ist sind die nächte übertrieben kalt... ich hab mir auch schon ne fette erkältung geholt, die allerdings schon im flugzeug. das wetter tut allerdings nicht gerade helfen sie wieder los zu werden. also versuche ich mit tee, orangensaft und viel schlaf wieder gesund zu werden.
In den nächsten Wochen werden uns zunächst die ganzen unterschiedlichen ministries vorgestellt und dann werden wir auswählen, wo wir unseren schwerpunkt legen wollen und die meiste zeit investieren wollen.
Das Leben hier im Haus ist echt unabhängig. Wir wohnen zur Zeit hier zu viert (Stijn kommt erst am Samstag dazu). Tom, Philip und Ich gehören zum (I)ntensive (T)raining program und Fido arbeitet bei OM Chile und passt darauf ein bisschen auf, dass das haus nicht in einem totalen chaos endet. an sonsten kaufen wir selber ein, machen selber essen, müssen unsere wäsche waschen, sauber machen und alles was sonst noch so dazu gehört. wenn man den ganzen tag voller programm hat und abends erst zwischen 6 und 7 nach hause kommt, dann noch stille zeit machen will, hausaufgaben machen muss und evtl. auch noch rundbrief schreiben, dann ist das doch ganz schön viel. aber das wird schon ;)
jetzt muss ich noch nen ganzen ordner mit informationen zum IT durchlesen.
I'm out for now... :)
Wenn ihr fragen habt, dann fragt... email, facebook oder ein comment im blog genügen.
-benny

Dienstag, 1. September 2009

Endlich da...

Hallo zusammen,
der erste Tag in Chile neigt sich dem Ende. Liege jetzt in meinem Bett mit meinem Laptop auf dem Schoß und genieße schnelles Internet.
Die Flüge waren bisschen auf einige Schreckmomente beim Einchecken in London ganz relaxed. Nur lang. Nachdem wir (ich bin mit noch 3 anderen Leuten, die auch mit mir in Chile bleiben geflogen) nach 36 Std. Reise endlich chilenischen Boden unter unseren Füßen hatten waren wir alle ziemlich glücklich und können jetzt für die nächsten 3 Monate keine Flugzeuge mehr sehen ;).
Der Jet Lag arbeitet noch an mir, aber ich versuche ihn auszutricksen. Werde jetzt gleich ins Bett gehen und hoffe, dass ich dann schnell in den neuen Rhytmus finde.
Heute nach der Ankunft wurden wir erstmal zu unserem Haus gebracht. Wir wohnen zu 5. (alles Kerle) in einem recht schönen, gemütlichen aber dennoch einfachen Haus. Die ganze Gegend scheint hier etwas kriminell zu sein, weshalb wir vor jedem Fenster Gitter haben - man fühlt sich also fast ein bisschen im Gefängnis... :)
Danach sind wir zum OM House gefahren (unseres ist das San Miguel Haus, weil die Metrostation hier um die Ecke so heißt) und haben dort den Rest des Teams und die anderen Mädchen getroffen (2 von den Mädchen waren nicht auf der GoConference). Nach einem leckeren Mittagessen und einigen Erklärungen und Einweisungen wurde uns dann die nahe Umgebung gezeigt. Der Supermarkt, die Bushaltestellen und Metrostationen und und und...
Morgen gehts dann mit der Orientation los (Einführung) und dann noch in eine Mall, wo wir alle möglichen Sachen noch besorgen werden.

Das wars erstmal von mir. Ich fall jetzt Totmüde ins Bett. Wenn ihr noch was wissen möchtet oder mir einfach so mal schreiben wollt, dann zögert nicht ;)

LG und Gottes Segen (von dem ich auf der Reise reichlich haben durfte)
Benny