gibt ein paar neue sachen zu erzählen... :) womit fange ich denn an?!
letztes wochenende war ich in talca, einer stadt im süden chile (ca. 3-4 std. mit dem bus von santiago). diese aktion über das osterwochenende war freiwillig und deshalb waren nur 5 leute vom team mit dabei (2 davon leiter). donnerstag abend spät sind wir angekommen und wurden von den familien abgeholt, bei denen wir das wochenende verbrachten. nach einem sehr leckeren abendbrot um 1 uhr morgens bin ich dann um halb 3 tot ins bett gefallen ;).
am nächsten tag haben wir mit dem evangelisieren angefangen. während des ganzen wochenendes haben wir nicht praktisch gearbeitet sondern evangelisiert und den leuten spirituell unter die arme gegriffen. das ganze sah so aus, dass wir vormittags uns in gruppen aufgeteilt haben und in verschiedene gegenden von talca gegangen sind und dort von tür zu tür leute zu den ostergottesdiensten jeden abend und kinderevents am nachmittag eingeladen haben und mit ihnen über die folgen des erdbebens gerdet haben, wie es ihnen im moment geht. außerdem konnten wir für einige leute beten.
nach einem leckeren mittagessen in der kirche sind wir dann auf einen platz im zentrum talcas gegangen und haben dort ein, meiner meinung nach, ziemlich großes kinderevent veranstaltet, mit musik, tanzen, theater, geschichte, basteln und vielem mehr. es waren auch recht viele kinder da was das ganze noch spaßiger gemacht hat.
danach sind wir wieder zurück in die kirche und haben dort onze (abendbrot, aber klein) gegessen, gefolgt von einem 3 std. gottesdienst, der ehrlich gesagt nicht so interesant war... naja... andere länder andere sitten ;). Nach dem Gottesdienst sind wir (fito und ich) wieder zurück mit der familie nach hause und dort haben wir noch mal abendbrot bekommen. lecker :)
nach einer kurzen nacht gings dann am nächsten morgen gleich weiter wie am tag zuvor.
Abends nach dem Gottesdienst sind wir completos essen gegangen. während dessen wurde ester (meine gastschwester) angerufen, denn es wurde spontan ein fußballmatch organisiert jugend santiago vs. jugend talca. es hat richtig viel spaß gemacht mal wieder so richtig zu rennen. danach war ich platt (wir haben um 23:30 angefangen) und bin auch wieder nur tot ins bett gefallen. Nach dem Gottesdienst am Morgen gabs noch ein letztes festmal in der familie und dann haben wir uns im bus aufgemacht zurück nach santiago.
das wochenende war super wenn auch anstrengend. ich habe viele neue leute kennengelernt und gute gespräche führen können.
Ansonsten war die Woche normal. Zwei Ausnahmen gab's: zum einen waren die Eltern von Corine für die letzten 3 Wochen zu besuch. wir hatten einen abend abendbrot zusammen und es war echt nett sie kennenzulernen.
außerdem haben wir einem obdachlosen geholfen. wir sind donnerstag abend außerplanmäßig nach La Vega gefahren und haben ihn ins Krankenhaus gebracht. Als wir ihm am Dienstag gesehen hatte sah er ziemlich ehlendig aus. Er hatte stark entzündete Augen, Durchfall, Lungenentzündung und wie sich später im Krankenhaus auch noch rausstellte Leberversagen.
Da die Nächte hier mittlerweile schon sehr kalt werden hätte er glaube ich nicht mehr lange überlebt, weil ihm alles geklaut wurde. er hatte nur ein t-shirt, keinen pullover, keine jacke - gar nichts. im krankenhaus angekommen mussten wir zunächst einmal warten, weil es sehr, sehr voll war. aber danke naza, einer chilenen, die ich sehr gut aus der kirche kenne und die auch immer dienstags mit nach la vega kommt, kamen wir früher dran, denn sie studiert medizin und hat den praktischen teil ihres studiums genau in diesem krankenhaus. der mann, dem wir geholfen haben (seinen namen habe ich leider nicht verstanden) konnte sich nicht ausweisen und um so mehr war es erstaunlich, dass sie ihn einfach ohne fragen zu stellen behandelt haben. außerdem ist es häufig so, dass nachdem obdachlose behandelt werden, dass sie einfach wieder zurück auf die straße geschickt werden. Wieder hat Gott gewirkt: Naza konnte in der behandlung mit einer krankenschwester reden und hat ihr die ganze geschichte erzählt, wie wir den mann gefunden haben, was wir in la vega machen und so... die Krankenschwester war super interessiert und hat sich super für den Mann eingesetzt, sodass er die Nacht sogar im Krankenhaus verbringen konnte. Wow. Ich war echt glücklich, dass Gott die ganze Aktion so gesegnet hat.
Leider konnten wir ihn am Freitag dann nicht wieder aus dem Krankenhaus abholen, weil wir als Team nach Mendoza gefahren sind, wo ich auf meinem Bett liege und den Blogeintrag schreibe. Es war wieder Zeit die Visa zu erneuern, weshalb wir hier sind. Gleich unter die Dusche und dann lecker Steak essen und nen Bierchen (hier dürfen wir... :D).
hab euch alle lieb! :)
peace out. Benny
coole Sache :) Gott ist groß!
AntwortenLöschenFühl dich gedrückt,
Elena