wie versprochen diesmal der nächste eintrag etwas früher.
Seit samstag ist mal wieder eine menge passiert. samstag abend sind wir zu der jugendgruppe von der matta-church gegangen. das ist die kirche, die bei dem haus der mädels um die ecke ist. der worship war ganz gut nur hat man wieder nix von der message vestanden. danach sind wir mit einigen leuten der jugendgruppe spontan noch was essen gegangen. war ein kleiner imbiss "down the road" wo wir sone art hamburger gegessen haben. das "fastfood" hat allerdings über ne stunde gedauert, weil die in der küche einfach nicht damit gerechnet haben, dass abends um 10 uhr noch über 20 leute vorbeikommen und was zu essen haben wollen - und dann auch noch alle auf einmal ;)
Am sonntag sind wir dann zu einer anderen kirche gefahren. diesmal mit roel und naty - dem pärchen (nicht verheiratet), dass auch die homeless ministry am dienstag immer macht. Die kirche hat mir besser gefallen als die kirche letzten sonntag. die leute waren generell jünger und freundlicher, sind mehr auf einen zu gekommen und was für mich persönlich ein ganz großer bonus war ist, dass viele - vor allem die jungen leute - sehr gut englisch gesprochen haben.
sie haben den ganzen gottesdienst für uns mit übersetzt, sodass wir das erste mal was vom gottesdienst verstanden haben.
auch in dieser kirche war der worship sehr modern und hat echt spaß gemacht. einfach faszinierend zu sehen, wie man mit leidenschaft tanzen und singen kann. und es machen alle mit - sogar die über 60 jährigen. :)
Nach dem gottesdienst wurden wir auch hier wieder eingeladen zu bleiben und mit ein paar leuten aus der jugendgruppe ein paar kleinigkeiten (chips und kekse, fanta und cola) zu essen und zu trinken. danach haben wir noch spiele gespielt, die echt alle total viel spaß gemacht haben. und da so viele leute von denen englisch konnten, konnte man sich auch mal richtig mit denen unterhalten und was über die leute erfahren. zur zeit ist diese kirche nr. 1 auf meiner church hitliste! :)
am montag gings wieder los mit cultural training und diesmal haben wir über die verschiedenen sprachen der liebe gesprochen (basierend auf einem buch "die 5 sprachen der liebe" (aus dem englischen übersetzt) von keine ahnung wem.... ;)). es ging also darum auf welcher art und weise man anderen seine zuneigung und liebe zeigt. ist ein bisschen ausführlicher gewesen, war aber sehr gut. wer fragen dazu hat oder das ganze etwas genauer wissen möchte kann mich einfach anschreiben auf den verschiedenen wegen, die das internet zu bieten hat! :)
danach sind wir ins kinderheim gefahren. diesmal allerdings ein anderes als letztemal. dieses hatte sowohl jungs als auch mädchen. es waren fast alle altersgruppen wieder vertreten. der unterschied diesmal, dass wir aktiv in das programm mit eingebunden waren und mit den kindern das erste mal lieder gesungen haben, spiele gespielt und eine geschichte aus der bibel vorgetragen haben. in diesem kinderheim habe ich einen besseren zugang zu den kindern gefunden als bei dem letzten. mag auch daran liegen, dass wir dieses mal einfach mehr mit den kindern spielen konnten und somit einfach mehr zeit mit ihnen verbracht haben. auch wenn wir mit unserem programm nicht ganz durchgekommen sind, weil die kinder am ende zu laut waren und nicht mehr still sitzen konnten war es dennoch ein erfolg. auch habe ich gelernt, dass diese kindern echt schwer zu kontrollieren sind. sie haben quasi keine disziplin und da wir nur einmal die woche kommen haben wir nichtmal autorität. das macht die ganze sache sehr, sehr schwer. nun müssen wir uns programme ausdenken, dass wir die kinder and unsere lippen fesseln, dass sie uns zuhören und auch wirklich mitmachen. das wird jede woche wieder neu eine herausforderung werden....
am dienstag haben wir im evangelism training wieder über kreativität gesprochen. diesmal allerdings über die verschiedenen arten, wie jeder seine kreativität auslebt und in einer gruppearbeit zu einem ergebnis beiträgt. danach haben wir noch ein paar praktische übungen gemach um uns daran zu gewöhen "outside of the box"- zu denken. oft denken wir halt nur in einem bestimmt rahmen. aber aus der bibel lernen wir, dass gott immer sich neue sachen ausdenkt und uns fast nie auf der art und weise hilft, wie wir es erwarten. also ganz einfach gesagt: gewohnheiten überdenken, neue sachen ausprobieren und alte sachen auf eine andere art und weise machen. bin mal gespannt, wie ich das im alltag umsetzten kann.
abends war dann wieder die homeless ministry. unterschied zu letzter woche war, dass piia vorher die prostitute ministry vorgestellt hat und 3 der mädchen (die prostituierten ministry is nix für jungs ;)) mit ihr mitgegangen sind. Emma hat hier einen ganzen netten eintrag über ihre erfahrungen geschrieben (ist allerdings auf englisch).
der rest ist wieder nach la vega gegangen. diesmal hatten wir suppe, tee und belegte brötchen dabei und haben diese and die obdachlosen verteilt. es war sehr frustrierend zu sehen, dass zu anfang viele leute gekommen sind, sich aber nur ein becher tee und ein brot abgegriffen haben und dann wieder abgehauen sind. so konnte man leider keine kontakte knüpfen. Später jedoch als der große ansturm vorbei war haben wir die übrigen sachen noch an die leute verteilt mit denen wir letzte woche zum teil auch schon gesprochen hatten und haben auch hier wieder mit ihnen gebetet und geredet. es ist aber immernoch sehr schade, dass ich mit meinem wenigen spanisch keine richtigen gespräche führen kann.
heute war der tag nicht ganz so voll. wir haben vormittags homework check gehabt und in gruppen programm ausgearbeitet für die kinderheime und nachmittags sind wir in die innenstadt gefahren für die "city experience". wir wussten alle selber nicht so sehr was das heißen sollte. angekommen hat lise (vom OM team, sie kommt aus holland) uns jedem 200 pesos gegeben (ca. 24 cent) und wir sollten beten, dass gott uns zeigt, wem wir das geld geben sollten. ihr müsst wissen, dass es in santiago 3 schichten von leuten gibt. die ganz reichen, die sich schon fast gar nicht mehr in die innenstadt trauen, weil es zu gefährlich ist, weil sie so schnell beklaut werden; den mittelstand, also leute die einen angesehenen beruf in einem büro o.ä. haben und auf der straße auch gerne mal mit anzug rumlaufen; und die ganz armen, die nur gerade das nötigste zum überleben haben oder halt auch auf der straße leben und betteln. in plaza de armas, dem zentrum von santiago treffen all diese schichten aufeinander und es gibt eine unglaubliche vielfalt von menschen.
wir sollten also dafür beten, dass gott uns zeigt, wie wir dieses kleine bisschen geld verteilen sollen (wir hatten ne halbe stunde zeit bis wir uns wieder getroffen haben). ich habe zunächst natürlich gebetet und gott gebeten mir zu zeigen wohin mit dem geld.
ich bin dann über dieses ziemlich großen platz gelaufen und hab die ganze leute gesehen, den ich das geben könnte. ich selber hab mich dabei nicht gut gefühlt. wer weiß was diese leute sich damit kaufen?! das bringt doch nix... ich hab das auch als gottes führung verstanden und darauf gewartet, dass er mir wirklich jemanden zeigt, der das geld gebrauchen kann. im laufe der zeit bin ich dann auf die idee gekommen von dem geld brot zu kaufen und das den armen zu geben, jedoch hatte ich dann nicht mehr genug zeit um einen brotshop zu suchen... bin dann also nach den 30 minuten wieder zurück zu unserem treffpunkt mit den 200 pesos die immernoch hatte. mir schwebte schon die ganze zeit der gedanke im kopf rum, dass ich das geld behalte und in die homeless ministry stecke und davon brot gekauft wird was wir dann den obdachlosen im la vega geben und dachte, dass das das richtige ist, was gott mit dem geld vorhat.
als wir wieder alle zusammen waren hat jeder seine story erzählt, was er mit dem geld gemacht hat. viele hatten ein kurzes gespräch mit dem oder derjenigen, dem sie das geld gegeben haben. haben irgendwie richtig was erlebt und ich war ein wenig frustriert und enttäuscht von gott, dass er mich nicht irgendwie geleitet hat und mir gezeigt hat: "gib der person das geld" so wie einige der andreen es erlebt hatten. (is grad nen bisschen schwer zu beschreiben...)
krass war dann, also wir nach einer gebetsrunde für die leute in santiago aufbrechen wollten ist ein bettler direkt auf mich zugekommen und hat mich um geld gebeten. das war dann für mich doch sehr offensichtlich und ich habe ihm die 200 pesos in die hand gedrückt. hab mich jedoch gefragt, was gott mir damit sagen wollte. irgendwie bin ich immernoch ein bisschen verwirrt über die ganze situation. naja...
jetzt gehts ins bett. war doch wieder ein sehr langer blog eintrag... hätte ich nicht gedacht.
betet für
*meine beziehung zu jesus und gott. Dass ich mir zeit nehme zu hören und dass der heilige geist mir hilft die bibel zu verstehen.
*spanisch
*dankt dafür, dass meine erkältung fast weg ist.
gaaaaanz wichtig was ich noch vergessen habe. nach der city experience haben sich einige von uns noch mit yerko in der mall getroffen und skateboards für die ministry gekauft. ich bin nun also stolzer besitzer meines eigenen skateboards. ich hab die ganze woche schon auf einem alten skateboard von yerko geübt (eigentlich alle jungs haben geübt) und hab echt schon gute fortschritte gemacht und es macht echt spaß. also... die skate-ministry kann kommen.
*betet für bewahrung, dass ich mich nicht verletze
*dankt für die bewahrung bis hier hin, dass während der ganzen ministries (vor allem homeless) nix passiert ist, wo die gegend eigtl gefährliches pflaster ist.
das wars für heute.
peace out! :)
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