Ich danke gott von ganzem herzen, dass außer einer flasche sonnenblumenöl bei uns im haus nichts kaputt gegangen ist. wir waren für ein paar stunden ohne internet und strom, aber mittlerweile ist auch das wieder in ordnung.
für mich war es das erste größere erdbeben meines lebens. ich bin aufgewacht und alles war am wackeln. ich wusste sofort, dass es ein erdbeben war, weil ich während den 6 monate vorher schon aufgewacht war, wenn es nachts mal ein kleines bisschen gewackelt hat. aber dieses mal war es halt viel schlimmer. meine erste reaktion war das regal was umzfallen drohte festzuhalten. als ich jedoch merkte, dass nicht das regal wackelt sondern halt das ganze haus bin ich erstmal ins nebenzimmer gerannt und hab den anderen bescheid gesagt (die natürlich schon lange wach waren). das beben dauerte insgesamt ca. dreieinhalb minuten, wovon ich ca. 2 minuten mitbekommen habe. ich bin in der tür stehengeblieben und hab gewartet bis das beben vorbei war. um ehrlich zu sein, waren meine gefühle ein mix aus angst und faszination. angst einerseits, weil ich absolut keine kontrolle über die situation hatte, nicht wusste was als nächstes passiert, ob das haus hält oder nicht, wie lange es noch dauert etc. und faszination auf der anderen seite, weil es irgendwie ein total irres gefühl war, "standfesten" boden unter den füßen zu haben, trotzdem es sich aber anfühlt, wie wenn das haus auf holzpfosten steht und einer unten ganz droll dran rumwackelt. (so wie bei nem hochbett, wenn man oben schläft). Die ganze geschichte hatte auch eine sehr lustige seite, nämlich, dass mein zimmerkollege stijn (belgien) das ganz quasi verschlafen hat. natürlich ist er auch aufgewacht, aber er dachte, dass ich an seinem bett wackele um ihn zu ärgern (wer würde sowas um halb 4 am morgen tun?!), und er unter einem murrenden "stop it, ben!" sich wieder umgedreht hat und weitergeschlafen hat. er hat einfach einen zu tiefen schlaf, denn er hat auch nichts von den ganzen nachbeben mitbekommen, die noch ca. bis 6 uhr morgens immernoch zu fühlen waren.
die frage ist, was macht man an so einem tag? ich hab gelesen, einige emails auf meinem laptop vorgeschrieben und einfach sachen erledigt. war super! :)
betet auf jeden fall für die vielen opfer des erdbebens und viele chilenische freunde, von denen ich noch nicht weiter gehört habe ob es ihnen gut geht oder nicht.
danke an gott für die super bewahrung!
peace out. benny
Moin Benny!
AntwortenLöschenPRAISE THE LORD!
Mehr fällt mir da spontan nicht zu ein!
Möge Gott Dich & die anderen Christen in Chile gebrauchen, um den betroffenen Menschen wieder neue Hoffnung zu geben!
Ich bete für Dich & die anderen Christien in Chile. Wir haben einen großen Gott, und er kann auch nach so einem, doch recht starken Erdbeben, wieder Neues schaffen!
Peace out :)!
Timo